27.08.2014

Mini Nektarinen Pies und warum sich Nektarinen (meiner Meinung nach) wirklich überhaupt nicht dazu eignen, sie in öffentlichen Verkehrsmitteln zu Essen.


Im Sommer ist es ja wirklich mehr als herrlich. Es gibt unzählige Sorten frisches Obst und man muss nicht nur zwischen 8 sehr ähnlichen Apfelsorten und Orangen/ respektive Mandarinen wählen.

Und wenn man sich dann seine Lieblingssommerfrucht ausgesucht hat, warten die oft sogar noch mit ganz spezifischen Sorten auf.

Mein Favorit: weißfleischige Nektarinen (klingt irgendwie weniger schön, heißt aber glaub ich wirklich so).
Sie schmecken auf der einen Seite wie eine Nektarine schmecken muss aber irgendwie noch aromatischer und feiner, wisst Ihr, was ich meine?


Und natürlich ist frisches Obst auch die allerbeste Arbeitsbegleitung.

Aber bitte perfekt in Stückchen geschnitten und schön damenhaft mit einer Gabel aufpieken- oder habt Ihr schonmal versucht, von einer Nektarine abzubeißen, wenn eine Computer-Tastatur im Weg ist?

Tja, ich schon und ich rate Euch: nehmt die Gabel oder legt Euch eine gute Ausrede für die Jungs aus der EDV-Abteilung zurecht.



Und überhaupt: Obst Essen in der Öffentlichkeit im Allgemeinen und in Öffentlichen Verkehrsmitteln im Speziellen:

Ganz ehrlich?! Alles was über einen Apfel oder in Scheiben geschnittene Grüne Gurke hinausgeht: lasst es ein.
Niemand kann eine saftige Nektarine im Laufen oder sitzend in der U-Bahn so essen, dass es ein ästhetisch vorbildlicher Anblick ist.
Eigentlich ist es die komplette Zumutung für das gesamte Umfeld. Es trieft und schmatzt und schlürft und der Saft rinnt zwischen den Fingern entlang. Und es klebt. Und wohin mit dem Kern?

Oh Gott, wenn ich das nochmal so lese beschleicht mich ein fürchterlicher Verdacht: Anscheinend fahr ich zuviel öffentliche Verkehrsmittel.....

Ich bin Euch durchaus dankbar für öffentlichkeitstaugliche Tipps bei Nektarinen-Verzehr oder belehrt mich eines Besseren und schickt mir wunderschöne Bus-Obst-Selfies.

Wir lesen uns dann mit einem ähnlichen Artikel Richtung November wieder, wenn ich Euch erzähle was es in mir auslöst, wenn sich jemand gefühlt ein ganzes Netz mit Orangen in meinem S-Bahn Abteil schält.

Deshalb auch ganz ohne U-Bahn, dafür als Mini-Pie: Nektarinen.

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Mürbeteig:
125 g Mehl
2 EL Zucker
1/2 TL Salz
65 g Butter, kalt
2 EL Eiswasser 

Mehl mit Zucker und Salz vermischen und in eine Rührschüssel geben. 
Die Butter in Flöckchen dazugeben und alles mit den Fingern zu einer bröseligen Masse verarbeiten. 
Dann mit eiskaltem Wasser verkneten, bis ein glatter, gut formbarer Mürbeteig entstanden ist. 
Den Teig in Folie wickeln und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen. 


Für die Füllung:
2 weißfleischige Nektarinen
3 EL brauner Zucker
1 EL Zitronensaft

Die Nektarinen waschen, vierteln, entkernen und in kleine Stückchen schneiden.
Die Nektarinen mit dem Zucker und dem Zitronensaft mischen und etwas ziehen lassen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.
10- 15 Mini-Pieförmchen (je nach Größe) einfetten und ausmehlen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen undauf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen.
Die Pie-Förmchen mit der randseite in den Teig drücken und so passende Teigstücke ausstechen. Den Teig in die Förmchen drücken und mit der Nektarinen-Füllung befüllen.

Aus dem Teig noch "Deckel" ausstechen und die Mini-Pies damit abdecken.

Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
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24.08.2014

Knusprige Flammekuchen mit Chinakohl und luftgetrocknetem Schinken und gegrilltem Gemüse und Parmesan


Ich bin ja absolut überzeugte Berlinerin. Ich bin hier geboren und aufgewachsen und kann mir einfach nicht vorstellen, hier mal nicht mehr zu leben.

Natürlich gibt es wahnsinnig viele andere tolle Städte oder Regionen. Auch andere großartige Großstädte. Egal ob Paris, oder Wien, Hamburg oder Nürnberg, diese Städte haben alle ein wundervolles Flair, weltbekannte Sehenswürdigkeiten und eine tolle Kultur.

Doch nach ein paar Tagen passiert dann Folgendes: ich steige in die U-Bahn und was soll ich Euch sagen: Die U-Bahn riecht in jeder Stadt anders. Ist Euch das mal aufgefallen? Und damit meine ich nicht die Fahrgäste, die mit unterschiedlich guter Körperhygiene ausgestattet sind, sondern den Geruch der U-Bahn. Wenn man oben über die Luftschächte läuft und der U-Bahn-Geruch nach oben gewirbelt wird, und anders riecht als sonst: dann fehlt mir Berlin.


Aber es gibt eine Region in Frankreich, in der ich mich schon immer wie zu Hause gefühlt habe. Ich kann Euch nicht mal genau sagen, ob das daran liegt, dass es da garkeine U-Bahn gibt?!
Von welcher Region ich spreche? Vom Elsass.
Von meinem letzten Elsass-Urlaub hab ich Euch auch schon hier 'klick' vorgeschwärmt.

Ich liebe das 'savoir-vivre' im Elsass, die Freundlichkeit der Menschen und natürlich das Essen.

Wir haben Freunde im Elsass, die uns jedes Mal mit soviel Herzlichkeit empfangen und uns immer mit nem Kofferraum voll selbstgemachter Marmelade, eingemachter Zuchini und selbstgemachter Pastasauce wieder nach Berlin schicken.
Und: Sie haben einen Flammekuchen-Ofen in der Garrage.
Selbstgebaut. Natürlich.

Letzte Woche hatte ich totale Urlaubs-Elsass-Sehnsucht und habe zum ersten Mal selbst Flammekuchen gemacht. Natürlich bekommt man sie im Ofen nicht genauso gut hin, aber mit dem Urlaubs-Foto-Album auf dem Schoß und nem Flammekuchen aus dem Backofen auf der Hand war es schon ziemlich elsässisch kann ich Ech sagen.


Flammekuchen (für 6 kleine Flammekuchen):

Für den Teig:
20 g frische Hefe
260 g Mehl
40 g weiche Butter
160 ml warmes Wasser
Salz
Zucker

Die Hefe mit einer großzügigen Prise Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Löffel zerdrücken, biss sich die Hefe verflüssigt.

Die übrigen Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Knethaken verrühren.
Die Hefe-Zucker-Mischung dazugeben und weiter rühren, bis ein homogener Teig entsteht.

Den Teig in eine Schüssel geben und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.



Für den Guss:
250 g saure Sahne
100 g Schmand
2 Eigelb
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen verquirlen.



Für den Belag:
Variante 1:
1/2 Chinakohl
1 Zwiebel
5-6 Scheiben Serrano-Schinken
Salz, Peffer, gemahlener Kümmel
Butter zum Anbraten

Den Chinakohl in dünne Streifen schneiden, die Zwiebel in kleine Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und den Kohl und die Ziebel unter rühren anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit Kümmel abschmecken.

Variante 2:
3-4 Mini Parikaschoten
6-8 Mini-Tomaten
1 Zucchini
gehobelter Parmesan

Die Paprikaschoten und die Zucchini waschen , putzen und die Paprikaschoten halbieren.
Die Zucchini mit einem Sparschäler in dünne Streifen hobeln und beides in einer Grillpfanne oder auf einm Kontaktgrill kurz anbraten.
Den Parmesan mit einem Sparschäler vom Stück hobeln und zur Seite stellen.


Den Backofen auf 240° C Ober-Unterhitze vorheizen.

Die Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben und vom Hefetig ca. tennisballgroße Stücken abzupfen. Die Teigstücke zu sehr dünnen Fladen ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.
Mit 1-2 EL vom Guss bestreichen und mit den Variationen der Beläge belegen.

Im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind.

Die Flammekuchen je nach Variation mit Serranoschinken belegen oder mit Parmesan bestreuen.



22.08.2014

Ein Sweet table zum Abschied in schwarz, weiß, rot und warum Abschied nehmen blöd ist.


Salutu! Hej hej! Tot ziens! Au revoir! Adiós! Tofa! Goodbye! Do widzenia!

Unterschiedliche Sprachen und unterschiedliche Wörter für ein und dieselbe Sache. Glaubt man dem erstbesten Online-Dictionary und meinen rudimentären Fremdsprachenkenntnissen, sind das alles Worte zum Abschied.


Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich bin echt nen hundmiserabler Abschiednehmer.
Eine Woche Dienstreise und mein kleines Herz ist irgendwie in sich gestört, manchmal fällt es mir echt schon schwer, morgens das Haus alleine zu verlassen.... Abschied nehmen is nen Arschloch sag ich immer. (Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das Wort mit A... an dieser Stelle politisch korrekt ist aber naja...)


Dieser Sweet table war für den Abschied einer Kollegin, die den Arbeitsplatz gewechselt hat. Und weil bei mir, wie in vielen anderen Lebenslagen auch, das Motto gilt: "Essen hilft auch nicht, machts aber irgendwie netter", hatten wir einen großen Tisch mit Leckereien vorbereitet. Mit einer Torte und Red Velvet Cake Pops. Da wir den Abschied in der Kita gefeiert haben, gab es auch gesunde Sachen, wie den Obstsalat. Der bei den Kindern übrigens besonders gut ankam, weil es ihn aus so kleinen Schälchen gab.

Wer von Euch Kinder im Kindergarten hat, weiß es bestimmt längst: Der süße Waschbär ist das Symbol der Gruppe. Den hab ich mit einer Schablone und Royal Icing auf Blütenpaste aufgetragen.



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Red Velvet cake Pops:
75 g weiche Butter
150 g Mehl
150 g Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
1 EL Kakaopulver
½ TL Salz
1 TL Backpulver
120 ml Buttermilch
1 TL Natron
1 TL Weißweinessig

rote Lebensmittelfarbe (Paste)

 
Eine Springform mit 18 cm Durchmesser fetten und mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 170° Umluft vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, dann das Ei und das Vanille-Extrakt dazu geben.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen und portionsweise unterrühren.

Die Buttermilch vorsichtig hinzufügen. Anschließend den Essig und das Natron in die Schüssel geben. 

Mit einem Zahnstocher die Lebensmittelfarbe in den Teig geben. Den Vorgang so oft wiederholen, bis der gewünschte Rotton erreicht ist (immer einen neuen Zahnstocher verwenden).

Den Teig auf die vorbereitete Backform verteilen und 30-35 Minuten backen.


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Für die Cake Pops:
ca. 50 g weiche Butter
ca. 100 g Frischkäse 

Candy Melts in schwarz
ca. 25 Cake Pop Stiele

Den Kuchen mit den Fingern grob zerkrümeln und in eine Rührschüssel geben. Mit weicher Butter und Frischkäse vermengen bis eine homogene Masse entsteht, die die Konsistenz von Spielknete hat.
Mit feuchten Händen Kugeln à 20g formen und ca. 20 Minuten kühl stellen. 
Die Candy Melts über dem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle vorsichtig schmelzen. Die Cake Pop Stiele ca. 1/3 in die Cake Pops stecken und die Cake Pop Rohlinge ca. 15 Minuten in den Tiefkühler stellen.
Die Cake Pops nacheinander in die Candy Melts tauchen, etwas abtropfen lassen und in einem Cake Pop Ständer trocknen lassen.